Irmenach hofft auf ein Gösenrother Wunder

HSG kann nur Meister werden, wenn die SG in Bitburg siegt – Zukunft von Bach und Fellenzer ungewiss
M Simmern. Letzter Spieltag in der Handball-Rheinlandliga: Nur ein Wunder kann die SG Gösenroth/Laufersweiler vor dem Abstieg in die Verbandsliga retten. Auf dieses Wunder hofft vor allem die HSG Irmenach, die nur mit Gösenrother Schützenhilfe Meister werden kann.

TV Bitburg – SG Gösenroth/Laufersweiler (Sa., 19.30 Uhr). Gewinnt Bitburg gegen den Vorletzten, dann ist der TV Meister und kehrt nach nur einem Jahr in die Oberliga zurück. Umgekehrt muss Gast Gösenroth siegen, um doch noch den Gang in die Verbandsliga (bei gleichzeitiger Niederlage von Bad Ems in Bendorf) abwenden zu können. An eine Sensation heute Abend in Bitburg mag so recht keiner glauben, auch nicht auf Gösenrother Seite. „Bitburg hat die Ambition, vor den eigenen Zuschauern Meister zu werden, sie werden dementsprechend sehr motiviert und konzentriert auftreten“, sagt SG-Trainer Daniel Fellenzer: „Aber wir haben vor einigen Wochen auch in Bendorf eine Überraschung geschafft.“ An das 31:31 beim Tabellendritten erinnert auch Gösenroths Chef Ralf Johann: „In Bendorf hatte uns doch auch keiner auf der Rechnung. In jedem Spiel hast du eine Chance, warum nicht auch in Bitburg?“ Doch auch Johann weiß, dass ein Gösenrother Sieg in Bitburg eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit ist, nachdem die SG vor sechs Tagen vor eigenen Publikum gegen Schlusslicht Rhein-Nette (24:25) verloren hatte. In dem Match und beim 32:32 gegen Daun hat Gösenroth wohl den Klassenverbleib verpasst. Ein altbekanntes Problem – auch in der Vorsaison, als Gösenroth schon sportlich abgestiegen war und erst durch den Weiberner Rückzug als Vorletzter drinblieb, versagte die SG in den den Duellen gegen die direkte Konkurrenz. Diesmal wird der vorletzte Tabellenplatz den Abstieg bedeuten, Gerüchte um einen Rückzug eines Rheinlandligisten gibt es diesmal nämlich nicht. Bleibt die Frage: Was passiert, wenn Gösenroth in die Verbandsliga muss? Bleibt Fellenzer Trainer? „Das ist alles in der Schwebe, wir haben noch ein Gespräch mit Daniel, das will ich noch abwarten“, sagt Ralf Johann. Fellenzer ergänzt: „Nach unserem Spiel in Bitburg wissen wir alle mehr.“ Für den Kroaten Ilija Lovrinovic, den Gösenroth als „Retter“ im Februar verpflichtet hatte, wird das Spiel in Bitburg sein letztes für die SG sein. „Ilija kehrt nach Kroatien zurück, laut meines Wissens hat er noch keinen neuen Verein“, sagt Johann.
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Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Samstag, 5. April 2014, Seite 28