Die Überraschung knapp verpasst

SG Gösenroth/Laufersweiler – HF Illtal 24:26 (12:15)

Die SG Gösenroth/Laufersweiler schnupperte lange an der Überraschung, doch am Ende setzte sich der Favorit aus Illtal in einem Herzschlagfinale im Hunsrück durch. Schon früh setzte der gefährlichste HF Angreifer Sebastian Hoffmann ein Ausrufezeichen, der bis dahin als Torschütze nicht so sehr in Erscheinung getreten war. Nach dem Videostudium war das Trainergespann Jochen Tatsch/Florin Nicolae der Auffassung, mit einer 6:0 Deckung gegen den Favoriten antreten zu können, da erkennbar Probleme beim Illtaler Rückraum beim Spiel ohne Harz erkannt wurden.

Bis zur 1:4 Führung seines Teams in der 8. Minute hatte der Shooter der Gäste, Sebastian Hoffmann bereits drei Treffer markiert, am Ende war Hoffmann mit 10 Toren der erfolgreichste Spieler auf dem Platz. Die Gastgeber kämpften sich bis zum 5:6 in der 14. Minute wieder heran und beim 8:12 in der 22. Minute nahm die SG Bank die Auszeit. Als die Gäste sogar auf 8:13 erhöhten, schienen den Hunsrückern früh die Felle davon zu schwimmen.

Bis zur Pause kämpfte sich die SG wieder auf drei Tore zum 12:15 heran. „Leider war die 6:0 Deckung nicht die ideale Entscheidung, zudem hatten wir im ersten Spielabschnitt keine Torhüterleistung. So stellen wir die Abwehr auf die gewohnte 3:2:1 Formation um und auch Torhüter Pascal Olivier steigerte sich jetzt zusehends“, freute sich Trainer Jochen Tatsch.

Umjubelt dann der Ausgleichstreffer nach der Pause zum 18:18 in der 40. Minute, eingeläutet war die spannende Schlussphase in der die SG bis auf 23:25 durch Jona Conrath in der 57. Minute in Schlagdistanz war.

„In der entscheidenden Phase fehlte uns auch das Glück nach drei Pfostentreffern in Folge. Wären die reingegangen wäre das Spiel gekippt. So spielte Illtal seine Klasse aus und kam zu einem verdienten Sieg. Ich bin mit dem Spiel der Mannschaft sehr zufrieden, spielerisch war eine deutliche Steigerung erkennbar. Immer wenn wir den Ball laufen lassen und den Druck aufbauen, haben wir gute Aktionen. Letztlich fehlte wie so oft der Tick Erfahrung in unserem Spiel und wir treffen die falschen Entscheidungen“, resümierte Tatsch.

Olivier und M. Scherschlicht – Schneider, Röhrig (2), Koch (2), Saam, Conrath (3), Reuter (5/3), Löwen (3), Hermann (3), Domaschenko (4), Friedrich (2/1).

 

Quelle: www.mosel-handball.de