Wichtiger Punkt beim Tabellenletzten

TSG Friesenheim II – SG Gösenroth/Laufersweiler 23:23 (11:13)

Mit dem Punkt beim Tabellenletzten in Friesenheim klettert die SG Gösenroth/Laufersweiler auf den drittletzten Tabellenplatz, profitiert zudem von der Schützenhilfe des Lokalrivalen Kastellaun/Simmern, die mit ihrem Sieg in Bitburg ihren Mittelfeldplatz sicherten.

Die Hunsrücker spielten eine starke erste Hälfte, führten über 0:2 in der 3. Minute und 2:6 in der 12. Minute. Erstmals glichen die Gastgeber beim 7:7 in der 19. Minute aus, das Spiel drohte nach dem Führungstreffer der Gastgeber zum 8:7 zu kippen, doch über 10:10 in der 25. Minute gelang den Gästen die 10:13 Führung kurz vor dem Wechsel. Über 16:19 und 18:22 in der 52. Minute deutete vieles auf den wichtigen Auswärtserfolg der SG Gösenroth/Laufersweiler hin. Als die Mannschaft beim 19:23 in der 55. Minute drei Tore in Führung lag, war eigentlich nur die Höhe des Sieges fraglich.

„Zu diesem Zeitpunkt war ich mir absolut sicher, dass wir diese Begegnung gewinnen“, sagte SG Coach Jochen Tatsch. Bis zu diesem Zeitpunkt spielte die Abwehr der Hunsrücker sehr stark, hatte in Torwart Pascal Olivier den gewohnt starken Rückraum. Mit der ungewohnten 6:0 Abwehr, die beweglich und aggressiv verteidigte und seinem sehr guten Innenblock überzeugten die Gäste, hatten das Spiel bis in die 55. Minute eigentlich im Griff!

„Dann aber war der Kräfteverschleiß unserer Rückraumspieler erkennbar. Hier zollten wir dem kleinen Kader Tribut, kamen gegen die jetzt offensive 3:3 Deckung der Gastgeber nicht klar, die unsere Rückraumspieler praktisch an die Mittellinie verbannten. Zu dem Zeitpunkt fehlte uns die Bewegung im Spiel. Hätte die Begegnung noch länger gedauert, hätten wir das Spiel verloren. Am Ende bin ich mit dem Punkt zufrieden. Leider haben wir in den letzten Minuten den Kopf verloren, nicht mehr zum Abschluss gefunden. Die Angst im Angriff war greifbar, es war keiner auf dem Platz, der in den entscheidenden Minuten das Spiel an sich riß. Dennoch Kompliment an das Team für die kämpferische Leistung. Allerdings hatte Heinrich Löwen einen schwachen Tag erwischt und sein Ausfall ist für uns nur schwer zu kompensieren. Dies gelang heute nur Florin Nicolae, der lange Zeit auf dem Platz stand. Pascal Olivier im Tor zeigte erneut eine starke Leistung und Florian Saam nahm sich im ersten Spielabschnitt endlich selbstbewußt seine Würfe. Das will ich von ihm sehen. Wir haben jetzt aus den letzten beiden Spielen drei Punkte gewonnen und haben weiterhin die Hoffnung auf den Klassenerhalt. Das zeigte auch die Körpersprache meiner Spieler nach der Begegnung,“ resümierte Tatsch.

Olivier und J. Schneider – D. Scherschlicht, Röhrig, Nicolae (6), Koch (1), Saam (4), Reuter (3), Löwen (3), Herrmann (2), Conrath, Friedrich (4/3)

 

Quelle: www.mosel-handball.de