Zittersieg gegen Schweich

SG Gösenroth/Laufersweiler – HSC Schweich 28:27 (13:13)

Selten waren sich Trainer nach einem Spiel so einig wie SG Coach Jochen Tatsch und Gästetrainer Andreas Rosch: „Die SG hat unverdient das Spiel gewonnen, Schweich hätte heute mindestens einen Punkt verdient“, lautete unisono die Aussage. Doch fünf Sekunden vor dem Ende war es Collin Reuter, der den Siegtreffer für den Tabellenführer aus dem Hunsrück markierte.

Über weite Strecken verlief die Begegnung ausgeglichen, keine Mannschaft konnte sich zunächst deutlich absetzen und so endete die erste Hälfte nach wechselnden Führungen mit 13:13. Die beiden Treffer der Gastgeber, die ohne den verletzten Heinrich Löwen und nur phasenweise mit dem angeschlagenen Florin Nicolae agierten, erzielten gleich nach dem Wechsel zwei Treffer zum 15:13, doch Schweich drehte die Begegnung beim 16:17 in der 37. Minute, bestimmte ab diesem Zeitpunkt das Geschehen und zog bis zur 49. Minute auf 20:24 davon. Doch jetzt gingen den Gästen die Kräfte aus.

Fünf Treffer der Hunsrücker schienen jetzt das Spiel über 25:24 in der 55. Minute zu entscheiden, doch der HSC bewies Moral und hielt das Spiel offen.

„Die ersten 50 Minuten müssen wir schnell vergessen, in den letzten 10 Minuten haben wir das Spiel noch rumgerissen. Wir  müssen erkennen, dass wir ohne Löwen und Nicolae nur Mittelmaß in der Liga sind. Schweich hat clever und abgezockt gespielt, hat uns mit ihrem Spiel bis an den Rand des Zeitspiels immer wieder für unsere Ungeduld bestraft und hätte den Punkt mindestens verdient. Wenn die Kraft bei den Gästen nicht nachgelassen hätte und sich die Mannschaft durch unnötige Zeitstrafen nicht selbst bestraft hätte, wäre heute mehr dring gewesen. Doch mit dieser Einstellung dem Team wird sich Schweich keine Sorgen im Kampf um den Klassenerhalt machen müssen“, glaubt Tatsch.

„Ich weiß aktuell nicht, wie ich diese unglückliche Niederlage einschätzen soll. Da ist zu einem die riesige Enttäuschung nach einem solchen Kampf, am Ende ohne Punkte dazu stehen, zum anderen ist da der Stolz auf eine tolle Mannschaftsleistung, die den Favoriten aus dem Hunsrück fast um einen möglichen Punkt gebracht hätte. Am Ende waren es leider einige individuelle Fehler, die uns um den verdienten Lohn gebracht haben. Wir haben eine tolle Mannschaftsleistung abgerufen. Auf der Torhüterposition haben wir mit Fabian Reich und Dirk Schmidt das Duell ganz klar für uns entschieden und im Feld war es mal wieder Timo Nerling, der seit Wochen in Topform spielt und in der Abwehr und im Angriff immer wieder zeigt, wie wertvoll er für unsere Mannschaft ist. Einen oder zwei Punkte hätten uns sicherlich gutgetan, aber nun heißt es, auf diese Leistung aufzubauen und die notwendigen Punkte gegen die Mannschaften aus unserer Tabellenregion zu gewinnen“, verlangt HSC Coach Andreas Rosch.

SG: Olivier und Schneider – D. Scherschlicht, Schneider, Faust (2), Röhrig (4), Nicolae (1), C. Saam (1), Conrath (5), Reuter (9/4), Hermann (5), Stelter.

HSC: Reich und Schmidt – Kratz, Rosch (7/4), Quary (2), Herz (5), Lieser, Peters (2), Nerling (3), Rohr (5/1), Karrenbauer (3)

 

Quelle: www.mosel-handball.de